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FAQ: Woher bekommt ihr denn eure Proteine? (whadabout protons?!)

17.04.2021
Lesezeit: ~2 Minuten (520 Wörter)

Für viele scheint es unvorstellbar zu sein, dass es auch ohne Eier und Steak möglich ist, seinen Eiweiß-Bedarf zu decken.

Dass das mit einer pflanzlichen Ernährung problemlos möglich ist, soll folgender Gedanke zeigen:

Proteine (landläufig „Eiweiß“) sind in ihrer räumlichen Struktur gefaltete Moleküle, sie bestehen aus kleineren Einheiten, den Aminosäuren. Es gibt unzählige verschiedene Aminosäuren, in der belebten Natur sind rund 260 bekannt, etwa 20 davon haben besondere Bedeutung, da sie für den Aufbau von Proteinen benötigt werden – für den Menschen (semi-)essentiell sind acht bzw. neun Stück, die allesamt in Pflanzen vorkommen.

Wie kommt das, dass alle lebensnotwendigen Aminosäuren in Pflanzen vorkommen?

Nun, da hilft ein Blick in die Chemie:

Das Wort „Aminosäure“ leitet sich von Ammoniak (NH3), bzw. der Aminogruppe (-NH2) ab, der als zentrales Element den Stickstoff hat. Stickstoff ist ein sog. „Inertgas“, also extrem reaktionsträge und kaum an chemischen Reaktionen beteiligt.

Wie also wird der Stickstoff für Lebewesen verfügbar?

Der Stickstoff gelangt entweder durch Gewitteraktivität aus der Luft in den Boden, oder wird von Mikroorganismen gebildet, die Teils in Symbiose mit Planzen leben (zum Beispiel bei Leguminosen).

Mikroorganismen gehören zu den einzigen Lebewesen, die in der Lage sind, Stickstoff und andere chemische Elemente direkt zu Aminosäuren umzuwandeln. Pflanzen wiederum nehmen diesen im Boden befindlichen Stickstoff auf und verwenden ihn zum Aufbau ihres Gewebes.

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass jedes biologisch notwendige Protein auf diesem Planeten den Weg über den Boden und die Pflanzen geht, denn, wie wir schon bemerkt haben, fressen Kühe keine Erde. Also bekommt auch jedes Tier seine Proteine direkt als Pflanzenfresser oder indirekt als Fleischfresser von den Pflanzen.

Die Frage also, woher wir unsere Proteine bekommen, ist leicht zu beantworten: aus den Pflanzen, wie jedes andere höhere Lebewesen ebenfalls. Vor diesem Hintergrund erscheint die Sorge, als Veganer zu wenig Eiweiß zu bekommen, geradewegs als absurd.